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Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage  ist eine Form der physikalischen Therapie und Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie  zur Behandlung von Lymphödemen.                        

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten, welche nach Unfällen oder Operationen entstehen, aber auch angeboren sein können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung angewendet.
Die Manuelle Lymphdrainage darf nur von besonders geschulten Therapeuten durchgeführt werden.Ich habe diese Qualifikation im Jahre 2004 an der Elisabeth Dicke Schule erworben und bin seitdem als Lymphtherapeutin tätig.

Für welche Beschwerden ist die Manuelle Lymphdrainage geeignet?

Weitere Indikationen sind sämtliche orthopädischen und traumatologischen Erkrankungen, denen eine Schwellung folgt (z.B. Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse). Bei Verbrennungen, Schleudertrauma, Morbus Sudeck, Migräne, Rheuma und ähnlichen Krankheitsbildern wird ebenfalls die Manuelle Lymphdrainage angewendet.
In der Narbenbehandlung hat die Manuelle Lymphdrainage das Ziel der besseren Verschieblichkeit der Narbe sowie die Lymphgefäßneubildung im durchtrennten Gewebe. In der Schmerzlinderung, sowie vor und nach Operationen (z.B. Knie- oder Hüftprothesen), soll sie helfen das Gewebe zu entstauen. Teilweise können die Schmerzmittelgaben verringert werden und der Heilungsprozess verläuft schneller. 

Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden (Kompressionsbinden oder nach Maß gefertigte Kompressionsstrümpfe), Hautpflege und spezieller Bewegungstherapie kombiniert und unter der Begriff Komplexe Physikalische Entstauungstherapie zusammengefasst. 

Wann ist die Manuelle Lymphdrainage nicht empfohlen

Kontraindikationen (Erkrankungen, Fälle wenn die Therapie nicht empfohlen ist) sind hierbei gut zu beachten. Es gibt absolute und relative Kontraindikationen. Zu den absoluten zählen unbehandelte bösartige Tumoren, rezente Thrombosen bzw. Thromboembolien, akute infektiöse Entzündungen sowie die dekompensierte Herzinsuffizienz (die krankhafte Unfähigkeit des Herzens, die vom Körper benötigte Blutmenge ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen zu fördern). Relative Kontraindikationen sind zum Beispiel chronische Entzündungen, abgelaufene Thrombosen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Schwangerschaft oder Asthma. Die Manuelle Lymphdrainage kann in diesen Fällen etwas abgewandelt bzw. unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden.